Nach dem Motto „Empirie – Theorie – Diskurs“ nimmt das Publikationsformat datum & diskurs die empirische Wirklichkeit zum Ausgangspunkt erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung und lädt Kolleg*innen der Schul- und Unterrichtsforschung zu einer qualitativ empirischen Auseinandersetzung mit Daten verschiedener Art ein: Zentrale Idee ist, ausgehend von einem empirischen Referenzpunkt, den wir Datum nennen, analytische Beiträge aus je unterschiedlichen methodischen/methodologischen und theoretischen Perspektiven zu versammeln. Die in der Auseinandersetzung mit dem Datum entstandenen Essays verstehen wir als Eröffnung eines wissenschaftlichen Diskurses, der durch Repliken und Re-Repliken befördert und so lange weitergeführt wird, bis die ergänzenden, kritisierenden, kontrastierenden Beiträge ihn (vorübergehend) beenden.

datum & diskurs setzt sich für multiple und konkurrierende Perspektiven auf empirische Wirklichkeitskonstruktionen ein. Komplementäranalysen sind das zentrale Kennzeichen der Zeitschrift datum & diskurs – sie erfolgen durch die Beiträge von Wissenschafter*innen verschiedener Provenienzen am Datenmaterial des Calls. Damit betritt datum & diskurs mit Daten aus (abgeschlossenen) Forschungsprojekten das Feld der Sekundäranalysen bzw. Reanalysen.

datum & diskurs versteht sich explizit als so offen wie nur möglicher Publikationsort für Komplementär-, Sekundär- und Reanalysen. Es ist das Ziel, gegen (bereits etablierte) Lesarten andere zu stellen, Theoretisierungen zu hinterfragen und weiter zu entwickeln. Auf diese Weise hoffen die Herausgeber*innen ihrem Anspruch gerecht zu werden, ein Publikationsformat zu schaffen, in dem multiple und konkurrierende Perspektiven auf empirische Wirklichkeitskonstruktionen eingenommen und diskutiert werden.